29. April 2020
Wie schnell ensteht Routine? Was geschieht, wenn sie durcheinander gewirbelt wird? Was macht das mit uns? Welche Gefühle steigen auf? Welche Sehnsucht? Welche Sorgen? Welche Hoffnungen? Wie schnell entsteht eine neue Routine? Wie lange mag diese wohl andauern? Vieles, das wir für selbstverständlich gehalten haben, was zu unserer Kultur gehört(e), zu unserem Leben, hat sich in den letzten Wochen als nicht selbstverständlich herausgestellt. Händeschütteln galt bis Anfang diesen Jahres als...
16. März 2020
Der Mensch und das Unbekannte: Der Mensch sucht in vielschichtigen, undurchsichtigen Situationen nach Möglichkeiten, seine (scheinbare) Sicherheit widerzuerlangen. Unsicherheiten und Ängste kommen hoch und möchten möglichst schnell beruhigt werden. Dafür wird dann vieles GETAN. Ich für meinen Teil, bin erstaunt, die Natur des Menschen, die Schnelligkeit des Systems, die Gesellschaft, wow. Und die unterschiedlichen Mechanismen mit den Unsicherheiten und Ängsten umzugehen - fühlen,...
21. Januar 2020
Abwarten? Wie bitte? So ist oft meine automatische Reaktion - denn wenn ich Eins nicht mag, dann ist es abwarten. Ich möchte es immer am liebsten jetzt, sofort. Erledigen, klären, wissen. Problem ist - das Leben interessiert das nicht immer, was ich will. Und tatsächlich durfte auch ich schon die Erfahrung machen, dass sich Dinge ganz ohne mein Zutun auflösen, wenn ich es denn schaffe, abzuwarten. Das hat ja auch etwas mit Geduld zu tun. Welch große Tugend. Manch einer, der ist hingegen so...
06. Januar 2020
Und wenn alles drunter und drüber geht, innerlich, äußerlich, dann mal ausprobieren sich mit dem Atmen zu verbinden: bewusst das Einatmen wahrnehmen, wie sich die Brust und der Bauch ausdehnen, wie es sich in Nase und Rachen anfühlt. Und dann die Ausatmung wahrnehmen, Brust und Bauch sinken wieder. Dieser automatische Rhythmus ist immer da, solange wir leben. Wir können uns immer wieder mit ihm verbinden - in all den Stürmen, die uns durchrütteln, ist er unerschütterlich da und lässt...
06. Dezember 2019
Ein kurzer Impuls, der hilfreich sein kann: Jon Kabat-Zinn der Begründer des MBSR-Programms und Kliniprofessor spricht von "Full Catastrophe Living" - die volle Katastrophe Leben, so könnte man es übersetzen. Das Leben ist alles, alles was da ist, ob wir das nun wollen oder nicht. Die einzige Chance, die wir haben, ist, das zu leben was nunmal da ist. Lebensvolle Grüße Katharina I. Busch von KIBusch MBSR
03. Dezember 2019
...der Geburtstag, die Straßensperrung, Weihnachten. Auf manche Dinge kann ich mich vorbereiten, auf manche Dinge würde ich mich gerne vorbereiten, kann es aber nicht. Doch kommen nicht auch die Dinge, auf die ich mich vorbereiten kann und es vielleicht sogar tue auch oft ganz plötzlich? Der Arzttermin, das Vorstellungsgespräch, die Weihnachtsfeier - ich plane es, ich stelle mich drauf ein, ich bereite mich vor - und doch kommt es so oft anders als gedacht. Der Fluss des Lebens ist es, der...
07. November 2019
Manchmal versteht man es einfach nicht und würde es doch so gerne verstehen. Manchmal gibt man alles, man versucht es aus dieser und aus jener Richtung, man strengt sich an, immer wieder. Und manchmal funktioniert es dann trotzdem nicht. Trotz dem man sich immer wieder bemüht. Man möchte es so gerne verstehen. Man möchte die andere Person so gerne verstehen, das Verhalten. Man sucht die Nähe. Und manchmal muss man dann erkennen, dass es so und vielleicht auch anders nicht funktioniert. Und...
24. Oktober 2019
Gefühle - Fühlen - gefährlich? Oft scheint es so zu sein. Wir wollen sie nicht, die Trauer, die Enttäuschung, die Hilfslosigkeit. Doch gehen sie dadurch weg? Wohin verschwinden sie, wenn wir sie nicht fühlen wollen? Ein Experiment: wenn das nächste Mal ein Gefühl auftaucht, vielleicht ein sogenanntes schwieriges, mal beobachten wie es sich denn eigentlich wirklich anfühlt. Und es erkunden, und vielleicht sogar willkommen heißen. "Ahja, da ist also Trauer. Wie fühlt die sich denn...
14. Oktober 2019
Braucht man Ziele im Leben? Und wie findet man sie? Und welche sind die richtigen? Gibt es richtige und falsche Ziele? Darf das Leben so vor sich hin plätschern? Oder sollte es durchgeplant sein? Dürfen sich Pläne ändern? Wie oft? Wer kann denn alle diese Fragen beantworten? Gibt es da jemanden, der das allgemein gültig beurteilen kann? Lebensvolle Grüße, Katharina I. Busch von KIBusch MBSR
16. September 2019
.. gilt ja oft als wichtig und ist ein Ziel von vielen. Mensch, wäre mir doch schon in der Situation diese taffe Antwort eingefallen. Ärgerlich. Warum fällt mir sowas immer erst so spät ein? Ich habe letzte Woche eine Fortbildung zu dem gleichen Thema gemacht, sehr spannend. Und das interessanteste: doch, man darf auch sprachlos sein. Was? Wirklich? Ja, manchmal ist es sogar sehr sinnvoll einfach nichts zu sagen. Und wie immer: es gibt kein schwarz oder weiß, kein richtig und falsch. Alles...

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